Eis zum Sommer

Von Petra S. Steiner

Über das Eisauspacken

Der tag war bleich gewesen in ihrer vorstellung. Vorstellung, bei welcher der vorhang schon längst gefallen sein sollte und immer noch nicht fallen wollte. Er überfiel ihre nachbarn mit lautem getöse, als wäre ein metallener vorhang zusammengekracht, oder als hätte man ein eis aus der verpackung genommen. Ein eis, das dahinschmelzen würde, würde man es nicht gleich konsumieren. So war es mit vielen dingen, sie verformten sich mit der zeit bis zur unkenntlichkeit. Man musste sie „handeln.

So auch ihre zukunft. Sie würde sich nicht einfach ergeben, man musste abwägen; aufmerken, reagieren; dinge wegstecken und andere mitbesprechen.

Es war ein grosser graben zwischen fatalismus und freiem willen. Eine grosse distanz zwischen gesundheit und krankheit, zwischen stimmengewirr und ruhe, zwischen zuviel und zuwenig.

Die Tage vergingen. Man musste sie füllen, bevor sie einem entwischten, weg waren, wie ungel(i)ebte Momente. alles hatte einen preis, wie das Eis, das dahinschmilzt, es war nicht umsonst. Und wäre es auch noch so ein kleines, müsste man es trotzdem bezahlen. Ich bin nicht hin und weg von diesen papierlosen.

Das kann man verstehen wie man will. Papierlose!

Konsequenzen eigener Handlungen. Wie übertriebene Sprachbiegung. Abbiegung auf der Geraden. So wie beim Skifahren. Man spürt den Winter im August.

Am besten, man bleibt bei seiner Sache. Und hofft, falls es noch etwas zu hoffen gibt; falls man die Hoffnung noch nicht verloren hat. So etwa wie bei einer Veranstaltung, in welcher man hofft, dass sie vorbei ist, und auf die Uhr schaut und schaut, und erst fünf Minuten vorbei sind, seit man das letzte Mal geschaut hat. Und merkt, wie man sich transformiert.

So können die Leute allgemein sich transformieren. Es ist doch nicht immer dasselbe. Sonst würden die Leute wahnsinnig. Wir leben nicht nur in einer Biodiversität, wir leben in einer Experimentellen Diversität, in einer Emotionellen Diversität.

Und es steht so mancher auf dem Sockel, der weniger bekannt war als sonst irgendein Gemüt; wo wir bei der fälschlichen Geschichtsschreibung anfangen können und bis zur falschen Waage kommen können. Was das Ganze soll? Das frage ich mich schon lange. Ich strecke meine nicht einmal imaginären, sondern rein schriftstellerischen Fühler in das Gebiet vor mir um zu fühlen.

Was fühle ich? Das sollte sich vielleicht jeder mal fragen. Was fühle ich?

Ich fühle, dass ich nichts halte von psychologischen Tests.

Da packe ich lieber mein Eis aus.

Auch wenn es kracht, als wäre es Metall.

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